Granulatfutter

GranulatfutterZunehmend werden in der Aquaristik statt Flocken Granulate verfüttert. Wo liegt nun der Unterschied, was sind die Vorteile?
Bei hochwertigem Granulatfutter handelt es sich ausnahmslos um sogenanntes Extrudat.
Diesem Futter kann, z.B. durch Aufsprühen, ein höherer Fettgehalt beigemischt werden als Flockenfutter, welches dem Fisch so für den Energiestoffwechsel zur Verfügung gestellt wird. Dadurch wird der Proteinumsatz für energetische Zwecke vermindert (für Jungfische wichtig, da mehr Protein in den Aufbaustoffwechsel gesteckt werden kann).
Außerdem besitzt dieses Futter durch den Aufschluss der Stärke eine hohe Verdaulichkeit und Reduzierung von nicht absorbierbaren Stärkeresten. Der Grund liegt in der Herstellungsweise. Da Extrudate somit meist einen höheren Energiegehalt bzw. eine verbesserte Stärkeverwertbarkeit haben als Standardfutter, kann bzw. muss die zu gebende Futtermenge verringert werden. Die Verfütterung von Granulaten hat also einen direkten Spareffekt :)
Ein weiterer Vorteil von Granulat ist die verminderte Wasserbelastung im Gegensatz zur gleichen Menge Flockenfutter. Wie kommt das?
Hauptsächlich durch die geringere Oberfläche. Sie bietet durch die verkleinerte Oxidationsfläche weniger Angriffsmöglichkeiten für den bakteriellen Abbau.
Welcher Gegenstand ist eher vom Rost vernichtet?
Zudem halten sich Granulate ca. 3 bis 4 Stunden im Wasser stabil, lösen sich also nicht auf und können während dieser Zeit u.U. von den Fischen gefressen werden. Flocken sind nach etwa 30 Minuten von den Bakterien und Mikroorganismen zersetzt und sind für die Fischfütterung verloren. Dabei wird das Wasser durch die bakteriellen Ausscheidungen belastet.
Dies gilt im übrigen analog auch für den trockenen Zustand, die Haltbarkeitkeit von Granulaten nach Öffnen der Packung übersteigt deutlich die von Flocken.
Doch was tun, wenn der Fisch nicht an das Granulat geht?
Einige, wenige Fische lassen sich eh nicht mit Trockenfutter ernähren, da hilft auch das beste Futter nichts.
Wildfänge, speziell Cichliden, fressen es erst nach langsamer Umgewöhnung.
Die natürlichere Form der Granulate machen es den Fischen als "Brockenfresser" da einfach, zumal die taumelnde Bewegung der Granulate anziehend auf den Fisch wirkt. Allerdings können Flocken hier durch die schnelle Aufnahme von Wasser (ca. 80%) in ihrer Konsistenz kleine Vorteile verbuchen.
Extrudate nehmen aber durch ihre poröse Struktur auch genügend Wasser auf, so dass die Konsistenz nicht das Problem sein sollte. Es sind dann meist Kleinigkeiten wie Duft, Geschmack oder Farbe die beim Fisch auf Ablehnung stossen.
Läßt man den Fisch ein bis zwei Tage ohne Futter, wird er auch einmal abgelehntes Futter nehmen, zur Not kann man mit dem vorher gegebenen Futter mischen und dieses Verhältnis sukzessive immer weiter in Richtung neues Futter verschieben.
Der Fisch muss also die Erfahrung machen, dass das neue Futter auch schmeckt.
Futterannahme ist bei den meisten Fischen daher Gewohnheit.
Und abschließend, natürlich müssen die Granulatgrößen der Fischgröße entsprechen, ein 30 mm großer Jungfisch kann mit einem 5 mm-Granulat nicht viel anfangen.
Die folgende Tabelle soll als Anhalt für das Größenverhältnis Fisch/Granulat dienen:
Größenverhältnis Fischlänge/ Korngröße Granulat
2 - 3 cm 0,5 - 1 mm
3 - 6 cm 1 - 1,5 mm
6 - 9 cm 1,5 - 2 mm
9 - 12 cm 2 - 3 mm
ab 12 cm - 5 mm

Werden Granulate ab 2 mm leicht vorgeweicht, können sie meist auch an Fische der nächstniedrigen Größe verfüttert werden.
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